Viele Staaten-eine Heimat: Ländervielfalt bei lippischen Auszubildenden

Über 3.300 Ausbildungsverträge sind bei der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) eingetragen. Rund fünf Prozent der Auszubildenden haben ausländische Wurzeln. Ihre bevorzugten Ausbildungsberufe sind so vielfältig wie die unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten. Die Tendenz geht immer mehr hin zu den technischen Berufen; attraktiv ist hier besonders die Metall- und Kunststoffbranche. Nach wie vor stehen die Ausbildungsberufe Industriekaufleute, Kaufleute im Groß- und Außenhandel, Verkäufer/-innen und Kaufleute für Büromanagement hoch im Kurs. Aber auch die Hotelbranche und die Gastronomie weckt das Interesse und gewinnt an Zulauf. Auszubildende aus Syrien und Ägypten kommen mit einem Anteil von 17 Prozent der Auszubildenden mit ausländischen Wurzeln an die türkischstämmigen Azubis mit 22 Prozent am nächsten heran. Unter den insgesamt 163 ausländischen Azubis stellen die afghanischen Nachwuchskräfte mit 11 Prozent die drittgrößte Gruppe. Integration wird in den lippischen Unternehmen gelebt. Ob Bangladesh, Gambia oder Montenegro: Allen jungen Menschen wird eine berufliche Zukunft in Lippe ermöglicht. Die Jugendlichen helfen wiederum aktiv mit, den Fachkräftebedarf zu decken und den Standort Lippe zu sichern. Dazu IHK-Bildungsgeschäftsführer Michael Wennemann: „Ausbildung ist immer noch das beste Mittel zur Integration. Wer sich nach drei Jahren der Abschlussprüfung stellt, verfügt unter anderem über das notwendige Sprachniveau, das die Eingewöhnung insgesamt erleichtert. Aber auch Konfliktfähigkeit, Durchhaltevermögen und Toleranz gegenüber anderen Auszubildenden sind Tugenden, die im dualen System der Berufsausbildung vermittelt werden.“ 

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